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Impuls 2025-10-25

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„Spielen, lachen, glauben – Gemeinde“

Ein fröhliches Lachen, Kinder, die Fangen spielen, Stimmengewirr – so klingt Leben!
Der Prophet Sacharja malt uns in der Bibel ein solches Bild einer lebendigen Stadt: „Und die Straßen der Stadt sollen voll Knaben und Mädchen sein, die auf ihren Straßen spielen.“ (Sacharja 8,5)
Straßen voller Kinder, die unbeschwert spielen. Dieses Bild steht für Frieden, für Geborgenheit – und für eine Gemeinschaft, in der Menschen Platz finden, so wie sie sind.
Dieses Bild passt wunderbar zu unserem großen Spielefest im Gemeindezentrum an diesem Wochenende. Alle sind herzlich eingeladen, vorbeizukommen – ob Groß oder Klein, ob alte Bekannte oder neue Gesichter! Denn Spielen verbindet Generationen und schafft Gemeinschaft: Es braucht keine großen Worte, sondern Freude, Offenheit und die Lust am gemeinsamen Entdecken, Aufbauen, Planen, Loslegen – einfach das, was das jeweilige Spiel gerade braucht. Genau so entsteht das, was Kirche sein will – ein Ort, an dem Menschen miteinander in Begegnung kommen, lachen, aufatmen und sich willkommen fühlen – unabhängig von Herkunft oder Kompetenzen.
Das erlebe ich auch bei unseren 19 Konfirmand:innen, die sich am Sonntag im Gottesdienst vorstellen. Sie machen sich auf den Weg, ihren Glauben zu entdecken und im kommenden Mai ihr JA zu Gott bei ihrer Konfirmation zu sprechen. Auch hier kommt eine Gruppe zusammen, die sich vorher nicht kannte. Sie wohnen an den unterschiedlichsten Orten, gehen auf verschiedene Schulen, sind verschieden sozial und christlich geprägt und doch sind sie nun eine Gruppe. Begleitet werden sie von engagierten jugendlichen Teamer:innen – Menschen, die Verantwortung übernehmen und Glauben mit Leben, Freude und Lachen füllen.
So sieht eine lebendige Gemeinde aus – genauso, wie Gott sie sich schon damals durch die Verheißung seines Propheten gewünscht hat: „Und die Straßen der Stadt sollen voll Knaben und Mädchen sein, die auf ihren Straßen spielen.“ Das heißt bei uns heute:
Familien, die Woche für Woche im Krabbel- oder Familiencafé zusammenkommen, Sängerinnen und Sänger, die in unseren Chören – vom Kinderchor bis zum Posaunenchor – musizieren, Menschen, die teilnehmen, anpacken, ehrenamtlich aktiv sind, einfach da sind und Gemeinschaft lebendig halten.
Wie in der Vision des Sacharja wünsche ich Ihnen, dass Sie alle einen Ort finden, wo Kinder spielen können, wo Menschen Frieden und Sicherheit spüren, wo Leben aufblüht.
Denn wo gespielt, gelacht und geglaubt wird – da ist Gott mitten unter uns.

Diakonin Sabrina Schade