Gemeindebrief

Fünf Mal im Jahr erscheint unser Gemeindebrief “die brücke”.
Er wird als gedrucktes Heft an alle evangelischen Haushalte unserer Kirchengemeinde verteilt bzw. versandt.
Wer uns bei der Verteilung helfen möchte und in seiner Straße, seinem Viertel, seinem Ort den Gemeindebrief austragen kann, gibt bitte im Pfarramt Bescheid. Sie helfen uns damit Portokosten zu sparen.

Auszüge aus dem aktuellen Gemeindebrief:

Immer zum Licht hin

Eine Treppe, die aus dem Dunkel ins warme Licht führt. Und von oben hört man Lachen und heitere Musik… So ähnlich habe ich es vor kurzem im Gemeindezentrum erlebt, als ich abends aus dem Büro in den dunklen Gang trat und von der hell erleuchteten Altbautreppe überrascht wurde. Ein Geschmack von „Auferstehung“?
Verstandesmäßig ist es schwer zu fassen: Ein Toter, der nach drei Tagen zu neuem Leben auferweckt wird – eine kühne Behauptung, die sich wohl nie beweisen lassen wird! Und doch ist die Auferstehung (und Himmelfahrt) Jesu das zentrale Geschehen des christlichen Glaubens, Ursprung, Fundament und Ziel.
Ohne die Auferstehung, wenn wir „nur in diesem Leben“ auf Christus hoffen würden, wäre unser ganzer Glaube hinfällig und wir wären „die elendesten unter allen Menschen“, sagt Paulus. Und so versucht er zu erklären, dass Jesus wirklich auferstanden ist! Weil nur daraus unsere tiefste Hoffnung entspringen kann: Alle, die an Jesus glauben, werden ebenfalls zu neuem Leben finden, nach dem Vorbild Jesu.
Und doch kann man es sich nicht richtig vorstellen. So rufe ich mir wieder dieses Bild ins Gedächtnis: Eine einladende, helle Treppe. Das Gefühl, eingeladen zu sein – aus dem Dunkel unserer Sorgen und Lasten ins helle und warme Licht. Da wartet gute Gemeinschaft auf uns, Heiterkeit, Leben aus Gott!
Vielleicht fühlt sich Auferstehung so an? Dann würde mit jeder schönen Überraschung, mit jeder unerwarteten Wendung zum Guten ein Stück „Auferstehung“ in unseren Alltag wehen. Das gebe uns immer wieder neue Kraft, die Herausforderungen im Jetzt zu bestehen und unsren Weg zu Gott weiterzugehen. Durch so manches Dunkel zum Licht!

Das wünscht Ihnen
Ihr Pfarrer Martin Schuler

Hoffen wir allein in diesem Leben auf Christus, so sind wir die elendesten unter allen Menschen. Nun aber ist Christus auferweckt von den Toten als Erstling unter denen, die entschlafen sind.
1.Korinther 15, 19-20)


Aus dem Kirchenvorstand

Nach den ersten Wochen des Aufbruchs und der Unsicherheit geht der „neue“ Kirchenvorstand immer mehr die anstehenden Aufgaben an. In Ausschüssen und Arbeitsgruppen wird beispielsweise über die Inneneinrichtung des Gemeindezentrums, die Medientechnik im großen Saal oder den Stellenumfang unserer Reinigungskraft und einer möglichen Hausmeisterstelle beraten.
Für die Gestaltung des großen Saals und des Foyers im Gemeindezentrum gab es zudem ein erstes „Kunstgespräch“ des Bauausschusses mit Vertretern der Landeskirche. Dazu wird im Weiteren ausgelotet, welche Möglichkeiten uns bekannte und regionale Künstler für eine ansprechende Gestaltung in vertretbarem Kostenrahmen bieten.
Neben dem neuen Gemeindezentrum gerät nun auch wieder unsere Erlöserkirche in den Blick. Leider müssen wir hier in der Elektroinstallation und der Bankheizung einen gewissen Reparaturrückstand feststellen, der nun angegangen wird. Zu Rissen in den Arkaden (über der Sakristei und der Orgelempore) werden Experten der Landeskirche hinzugezogen. Mittelfristig werden wir wohl über den Umfang einer umfassenden Renovierung unserer Kirche nachdenken müssen.
In Pappenheim fand am 23. Februar die Frühjahrs-Dekanatssynode statt, bei der auch die Delegierten unseres Kirchenvorstands ihr Mandat wahrnahmen. Dies geschah unter anderem in der Wahl zum Dekanatsausschuss, bei der als Eichstätter Vertreter Pfarrer Hilmes und Herr Eckstein dem Gremium angehören. Ferner wurde noch über einen Antrag zum Anteil der Schlüsselzuweisung an das Dekanat abgestimmt. Neben der offiziellen Tagesordnung wurde mit den „Kollegen“ der Nachbargemeinde Kipfenberg der gemeinsame Wunsch bekräftigt, die bestehende Zusammenarbeit (z. B. bei der Konfirmandenarbeit) weiter zu pflegen und auszubauen.
In der März-Sitzung stellten Frau Herrmann und Frau Scheinhardt die Arbeit an der Offenen Ganztagsschule am Schulzentrum Schottenau vor. Seit nun 13 Jahren hat sich diese Einrichtung mit unserer Kirchengemeinde als Kooperationspartner etabliert. Aktuell werden dort 95 Schüler am Nachmittag mit Lern- und Freizeitangeboten betreut. Da der Kirchenvorstand dabei regelmäßig bei der Anstellung von Hilfskräften involviert ist, war es gerade für die „jüngeren“ Mitglieder unseres Gremiums wichtig, mehr über die Arbeit dort zu erfahren.
Mit weiteren Akzenten für unser Gemeindeleben werden wir uns zeitnah beschäftigen. Ein neuer Gesprächskreis zu Glaubens- und Alltagsthemen ist in Planung und in der nächsten Sitzung steht das Thema „Schwerpunkte und Herzensangelegenheiten“ auf der Tagesordnung. Wir hoffen also, Ihnen in der nächsten Ausgabe mehr dazu berichten zu können.


JugendTreff

„Krass, schau mal in den Ofen! Eine richtig dicke Pizza wie bei den Amis!“
Im März trafen sich zehn Jugendliche unter dem Motto ‚teen-cooking‘ zum gemeinsamen Pizzabacken und Essen. Dabei entdeckten die Jugendlichen nicht nur das neue Gemeindezentrum. Sie weihten auch den Ofen der Gemeindeküche ein.
Dieses Event war der Auftakt zum neuen JugendTreff, der ab jetzt regelmäßig alle 4-6 Wochen stattfinden wird. Über das Programm entscheiden die Jugendlichen gemeinsam. Eingeladen sind Jugendliche ab 14 Jahren.


Der grüne Gockel

Von wilden Ecken und wilden Möhren – etwas mehr vom letzten Mal:
Insekten suchen Blütenpflanzen vor allem deshalb auf, um deren Nektar und Pollen zu sammeln. Insekten und Pflanzen sind ein eingespieltes Team: Jede Pflanze hat eine Funktion, jedes Insekt eine Vorliebe. Durch ihre Berührungen bestäuben Insekten das weibliche Blütenorgan mit den gesammelten Pollen. Ein scheinbar kleiner und einfacher Vorgang mit großer Wirkung: Dadurch wird die sexuelle Vermehrung von weltweit etwa 88 Prozent aller Pflanzen sichergestellt. Von großer Bedeutung sind dabei Wild- und Honigbienen. Aber auch Schmetterlinge, Fliegen, Wespen oder Käfer leisten ihren Beitrag.
Vielerorts ist das Nahrungsangebot für Wild- und Honigbienen sowie andere Insekten nicht ausreichend. Allzu oft bestimmen eintönige Grünflächen unsere Städte.
Um den Bienen und anderen Insekten ganzjährig ein Nahrungsangebot zu schaffen, sollten die verschiedenen Blühzeiten berücksichtigt werden. Ein Staudenbeet kann so angelegt werden, dass zwischen März und Oktober immer etwas blüht. Besonders empfehlenswert sind Wildstauden, die man in Wildstaudengärtnereien bekommt. Kornblumen, Wiesensalbei und Nickendes Leimkraut, Schafgarbe, Akelei, Lavendel, Lupine, Wilde Malve, Astern, ungefüllte Dahliensorten, aber auch Glockenblumen, Mohn, und Blaukissen werden gerne besucht.
Bei Bäumen und Sträuchern eignen sich Schlehe, Pfaffenhütchen, Kornelkirsche, Weißdorn, Stachelbeere, Himbeere, Brombeere, Johannisbeere, Wilder Wein, Efeu, ungefüllte Kletterrosen.
Auch ein Gemüsebeet mit Ackerbohnen, Kleearten, Borretsch, Ringelblumen, Kürbisgewächse, Zwiebeln, Kohl, Möhren, Wilde Möhren oder Gewürzkräutern liefert reichlich Nahrung.
Für den Balkon bieten sich Goldlack, Kapuzinerkresse, Verbene, Männertreu, Wandelröschen, Löwenmäulchen, Küchenkräuter wie Salbei, Rosmarin, Lavendel, Pfefferminze und Thymian an.
Die Honigbiene nimmt eigentlich alles an, was blüht. Wildbienen sind dagegen Spezialisten, was das Nahrungsangebot betrifft. So sind manche Seidenbienen spezialisiert auf Korbblüter, Pelzbienen dagegen laben sich an Lungenkraut (Pulmonaria officinalis), Blaukissen (Aubrieta) und Lerchensporn (Corydalis). Die Wilde Möhre (Daucus carota) dagegen dient als Hauptpollenquelle für die Sandbienen und den Schwalbenschwanz. Wer wissen möchte, wer sich in seinem Garten tummelt oder wen er gezielt mit Futterpflanzen anziehen kann: die Internetseite insektenbox.de hilft weiter (Tipp: Bienenarten findet man unter der Ordnung der „Hautflügler“). Wichtig ist, keine gefüllten Blüten und züchterisch veränderte Sorten zu pflanzen, die für Bienen und andere Insekten nutzlos sind.

Und bitte denken Sie an wilde Ecken: die einfachste Maßnahme ist es, einfach eine wilde Ecke stehen zu lassen, die weder gemäht noch betreten wird. Hier lassen wir Brennnesseln, Gräsern und Klee ihren Raum.
Bienen sammeln Wasser, um damit ihre Waben im Stock zu kühlen. Alle Tiere, auch Insekten brauchen Wasser. Das schönste Insektenhotel bleibt leer, wenn die nächste Wasserquelle zu weit weg ist. Kaum ein Garten ist zu klein, als dass darin nicht ein Feuchtbiotop angelegt werden könnte. Und wenn nicht, selbst auf dem kleinsten Balkon schaffen ein oder mehrere Blumentopfuntersetzer oder Tellerchen, täglich morgens mit frischem Wasser gefüllt, eine willkommene Tankstelle.

Viel Spass mit Ihren kleinen Gästen!
Ihr Gockel