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2020-05-03

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Sprüche fürs Leben
Gedanken zum Konfirmationswochenende (02. / 03.05.2020)

Ohne Corona hätten wir an diesem Wochenende Konfirmation gefeiert. Und es ist offen, ob und wann wir das in diesem Jahr noch tun können. Trotzdem: Wir wollten diese Tage nicht einfach so verstreichen lassen. Daher haben die Konfirmandinnen und Konfirmanden ihre Konfirmationssprüche als Handlettering-Plakate gestaltet – also in „Schmuck-“ oder „Schönschrift“, wie man in meiner Konfirmandenzeit vielleicht noch gesagt hätte. Diese Plakate hängen nun in der Erlöserkirche und erinnern daran, was für ein Fest bei uns geplant war und jetzt noch aussteht.

Wozu aber Konfirmationssprüche?
In der christlichen Tradition ist es Brauch, dass Menschen an Wendepunkten ihres Lebens – neben der Konfirmation klassischerweise Taufe, Trauung und Bestattung – nicht nur gesegnet werden, sondern dass ihnen auch ein Bibelwort mitgegeben wird, sozusagen als Ermutigung und Wegweiser für ihren weiteren Weg.
Dieser Brauch erinnert an Worte aus Psalm 119, wo es heißt: „Dein Wort ist meines Fußes Leuchte / und ein Lichte auf meinem Wege.“ (Ps 119,105). Dieser Vers ist uralt. So alt, dass heute niemand mehr sagen könnte, wer diese Worte vor langer Zeit einmal aufgeschrieben hat. Eine Sache ist aber trotzdem ganz klar: Für die Menschen, die Psalm 119 aufgeschrieben haben, ist das Wort Gottes etwas sehr Wichtiges. Sie waren fest überzeugt: Gott hat uns für unser Leben etwas zu sagen, von Gott und seinem Wort können wir immer wieder Kraft und Impulse für unser Leben bekommen. An diese Glaubenshaltung knüpft der Brauch von Konfirmationssprüchen und Co. an und trägt sie weiter.