Gemeindehaus

Seit 2009 bemüht sich die Kirchengemeinde um die Renovierung des Pfarrhauses am Leonrodplatz. Wir wollen das Gebäude neben der Erlöserkirche am Leonrodplatz zu einem einladenden, freundlichen und offenen Gemeindehaus umbauen. Es wird das Pfarrbüro, Dienst- und Gemeinderäume sowie einen großen Saal beherbergen. Gleichzeitig wird sich in dem Gesamtkomplex die Wohnung für die erste Pfarrstelle befinden.
Im März 2012 gewann das Eichstätt Architekturbüro Diezinger den Architektenwettbewerb. Sein Entwurf bildet eine städtebauliche Einheit aus vier Baukörpern, die aus ganz unterschiedlichen Jahrhunderten stammen. Der barocke Domherrenhof Welden, den Gabiel de Gabrieli errichtete, wird nicht angetastet. Der mittelalterliche Stadtturm, der älteste Turm in Eichstätt, wird von unmittelbarer Bebauung freigestellt. Er wirkt nun wie ein Scharnier zwischen dem barocken Domherrenhof, dem Neubau aus dem 21. Jahrhundert und der Erlöserkirche aus dem Ende des 19. Jahrhunderts. Die Reste einer ehemaligen Trinkstube im Keller des Domherrnhofs bleiben unangetastet. Das Erdgeschoss des Gabrieli-Gebäudes macht den Zustand sichtbar, der am Ende des 19. Jahrhunderts mit dem Einbau von Pfarramt und Pfarrwohnung geschaffen wurde. Das erste Obergeschoss des Gabrieligebäudes macht den Bauzustand von 1848, als man den Domherrenhof völlig entkernte und als Kirchengebäude nutzte, erlebbar. Der Neubau fügt an den historischen Bestand ein hochwertiges Gebäude an, das in der Architektur des 21. Jahrhunderts gestaltet ist, aber eindeutige Bezüge zum Vorhandenen enthält.

Der Zeitplan sieht vor, dass ab August 2016 mit dem Abbruch des in den 1960er Jahren erbauten Hinterhauses begonnen wird. Dieser Baukörper weißt einen derart desolaten Zustand auf, dass eine Generalsanierung nicht vertretbar ist. An seiner Stelle entsteht ein zeitgemäßer Neubau, der Gemeinderäume und die Wohnung des Pfarrers aufnehmen wird. Nach ersten Planungen soll das gesamte Bauvorhaben im Frühjahr 2018 fertig sein.
Der mittelalterliche Turm und der barocke Domherrenhof werden gleichzeitig aufwändig renoviert. Im Domherrenhof werden die Büros und ein großer Gemeindesaal Platz finden.
Die Gesamtkosten betragen 3,3 Millionen Euro, zu denen die Landeskirche 1,5 Millionen Euro beisteuert. Die fehlende Summe ist von der eigenen Gemeinde zu tragen. Wir freuen uns über jede Spende, um unseren gewaltigen Eigenanteil finanzieren zu können.

Nach dem Abriss wurde der Baugrund archäologisch untersucht und Funde gesichert. Im Anschluss daran begannen mit einer Pfahlgründung für den Neubau, die eigentlichen Bauarbeiten. Pfarrbüro und Gemeinderaum fanden im nahegelegenen Barockbau von Maria Ward ein vorübergehendes Zuhause. An dieser Stelle sei der Diözese Eichstätt gedankt, die uns die Räume vermietet hat.

Am Sonntag, 4. Dezember 2016 legten Pfarrer Schneider, Frau Ursula Wawra und Herr Christian Reinl symbolisch den Grundstein für den Neubau des Gemeindehauses. In den Wochen davor waren der Abriss des Anbaus, die archäologischen Untersuchungen und die Pfahlgründungen erfolgt. Um ein stabiles Fundament für den Neubau zu bekommen mussten 19 Pfähle bis zu 16 Meter tief in den Boden gebohrt, geschoben und betoniert werden.

Schritt für Schritt schritt und schreitet das Bauvorhaben voran. Im Sommer 2018 können die neuen Räume übergeben, bezogen und feierlich eingeweiht werden.